Call for Contributions an Angehörige der mdw

Im Rahmen des neuen mdw-Gesamtprojekts „PERFORMING TRANSLATION“ wird 2013/14 eine Publikation erstellt.
Der Sammelband soll die vielfältigen künstlerischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Aktivitäten der mdw darstellen. Grundlage der Publikation ist das kulturwissenschaftliche Konzept der Translation. Diesem Ansatz zufolge können Translationsprozesse zwischen vielen Ebenen stattfinden: zwischen wissenschaftlichen Denkweisen, unterschiedlichen sozialen und ethnischen Prägungen, zwischen künstlerischen Praktiken von der Komposition bis zur Interpretation, zwischen Lehrenden und Lernenden. Theorie und Praxis werden dabei in enger Verbindung gesehen.
Thema des Bandes ist die Darstellung von „Kontaktzonen“, der Reibungen und Spannungen, die sich dabei ergeben, wenn Konzepte und Begrifflichkeiten eines Feldes auf ein anderes übertragen werden – bis hin zum produktiven Scheitern solcher Versuche oder der Gefahr, dass manche Diskurse von anderen unterdrückt oder verdrängt werden. In Anlehnung an die Kulturwissenschafterin Doris Bachmann-Medick gilt es, die Kontakt- und Konfliktzonen auszuloten, die sich bei Kooperationen über die verschiedenen Kategorien von Wissensproduktion hinweg auftun. Kunst wird in diesem Kontext ebenfalls als eine – wenn auch sehr spezifische – Form der Wissensproduktion gesehen.
Ausgehend von den Fachgebieten Musik, Theater und Film der mdw sind (künstlerische) Translationen zwischen den folgenden Feldern von Interesse: Wissenschaft, Pädagogik, Technik, Gesellschaft und Wirtschaft. Dabei stellt sich die Frage sowohl nach den verschiedenen Formen des Wissens – diskursiv, implizit oder ästhetisch – wie auch nach den jeweiligen Medien der Vermittlung und wie diese wiederum zueinander stehen. Im Bereich der Kunst etwa spielt Körperwissen eine zentrale Rolle, die nur schwer im wissenschaftlichen Diskurs nachvollzogen werden kann. Ebenso von Interesse sind hybride Formen, die beim Zusammentreffen verschiedener europäischer und außereuropäischer Kunst- und Wissenstraditionen entstehen. Die performative Übertragung zwischen künstlerischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Herangehensweisen und Diskurswelten und wie dadurch neue Erkenntnisformen erschlossen werden können, stehen im Zentrum des Sammelbandes.
Eingereicht werden können wissenschaftliche Aufsätze (nur Originalbeiträge) oder Reflexionen der eigenen künstlerischen Arbeit im Umfang von 5-30 Seiten à 1.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen    Dokumentationen künstlerischer Aktionen und Prozesse, (Ton- und/oder Bilddateien werden dem Band mittels Datenträger beigelegt), Gesprächsprotokolle zwischen KünstlerInnen, PädagogInnen und WissenschaftlerInnen.

Abstracts (1.800 Zeichen) bitte per E-Mail bis spätestens 31.08.2013 an mayerhofer-e@mdw.ac.at mit
• Arbeitstitel • Kurzbiografie • vollständigen Kontaktdaten
Einreichungen können in deutscher oder englischer Sprache erfolgen.
Deadline für Beiträge: 31.12.2013
Kontakt: Mag.a Elisabeth Mayerhofer, MBA (montags und donnerstags von 9:00 – 16:30 Uhr, Institut für Musiksoziologie, DW 3631, e-Mail: mayerhofer-e@mdw.ac.at

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